Und weiter gehts (Köln Tag 4 — Dortmund Tag 1)
Wie versprochen gehts mit den Blogeinträgen weiter. Kommen wir zum letzten Tag in Köln. Mittlerweile bin ich also irgendwo in der Mitte der Blogserie angekommen. Und ich dachte echt, ich schaff das alles on demand aber ihr wisst ja, RaVoR steht im Stress oder is einfach mal beschäftigt. Wie dem auch sei: Beginnen wir mit dem Eintrag…
Der letzte Tag in Köln ging relativ entspannt los. Der Zug ging erst um 15 Uhr und von meinem Hotel zum Bahnhof braucht man knapp 45 Minuten. Wenn man noch ein wenig Zeit draufpackt, kommt man auf nen bissl mehr als ne Stunde. D.h. erst 14 Uhr losmachen. Ich hab mein Koffer, obwohl ich im Hotel untergebracht war, nicht ausgepackt. Wozu auch? Ich bin faul und kann auch wunderbar aus dem Koffer leben. Naja weiter im Text. Der Arbeitskollege mit dem ich das Zimmer teilte, musste wieder in aller früh raus, aber diesmal stand ich nicht mit auf, sondern blieb einfach faul im Bett liegen. Bis etwa 11 Uhr oder so hab ich geschlafen und machte garkeine Anstalten mich irgendwie aus dem Bett zu bewegen. Es war so schön kuschelig. xD Also Laptop aus der Nachttischschublade und los gings mit dem freien WLAN. Nen bissl hier und da gesurft, meine Verkehrsverbindung zum Hauptbahnhof rausgesucht und nen bissl auf meinem Lieblingsboard rumgespamm0rt. Zwischendurch mir auch immer mal wieder YouTube-Videos reingezogen. So vergingen die die 3 Stunden bis ich los musste doch sehr rasch. Irgendwann quälte ich mich also aus dem Bett und sprang unter die Dusche und räumte anschließend sämtlich Sachen zusammen. Achso, beinahe hätt ichs vergessen: Zwischendurch rief die Rezeption an, ob ich das Zimmer noch verlassen würde, Zimmerdienst und so. Da meinte ich eiskalt: “Geben Sie doch der jungen Dame frei. Ich bin erst ab 14 Uhr raus.” Manchmal bin auch ich nett. xD Was mit der Dame wirklich geschah, keine Ahnung, war mir auch egal. Zurück zum Ablauf. Alle Sachen wieder zusammengepackt. Alte Sachen in nen separaten Koffer gepackt, den der Arbeitskollege mitgebracht hatte. Die hat er dann später als er wieder nach Berlin fuhr, zuhause abgeworfen. So hab ich mich ungefähr um die Hälfte meiner Klamotten erleichtert. Machte das Reisen auch wesentlich angenehmer.
Irgendwann bin ich dann doch losgestiefelt, um nich zu spät am Hauptbahnhof anzukommen. Vom Hotel bis zur nächsten Station, an der eine Linie fuhr, die mich auch dahin brachte wo ich wollte, war ich nochmal knapp 20 Minuten unterwegs. Mit Koffer und Rucksack. Alleine das ist eine Tortour, die man nich unbedingt 2 oder 3 mal am Tag machen möchte. Wie auch immer: Schön auf sonem Dorfbahnhof eingestiegen. Das Hotel lag zwar in Köln, aber bis auf die Innenstadtbahnhöfe hatte ich bei allen Bahnhöfen ein bisschen den Eindruck sie wurden irgendwann im 16ten Jahrhundert gebaut und danach vergessen. Wenn nich irgendwann mal einer die Fahrpläne aufhängen würde, würde ich fast alle Bahnhöfe als Geisterbahnhöfe mit Denkmalschutz neu kategorisieren.
Kurzer Köln-Flame:
Ich weiß echt nicht, was so viele Menschen an Köln finden. Ich find die Stadt garnet so pralle. Nichts außergewöhnliches außer der Dom vielleicht. Aber auch nichts was mich wirklich vom Hocker reißt. Wenn ich ne überfüllte Innenstadt oder nen unübersichtliches Verkehrsnetz haben will, fahr ich nach Köln. Ansonsten hat die Stadt echt nichts. Noch nicht einmal das Messegelände haut mich iwie vom Hocker. Das Hannover’sche oder Leipziger Messegelände sagen mir mehr zu. BTW: ich find auch das Berliner Messegelände abartig. Wer denkt sich ein mehrgeschossiges Messegelände mit einer solchen Bauweise aus? Egal ich wollte Köln bashen. Aber iwie fällt mir nichts sinnvolles mehr ein, was noch erwähnenswert wäre. Köln ist und bleibt ne Stadt, die partout nichts für mich ist.
Flame Ende
Weiter im Text: Steige ich also in den Zug ein und freue mich meines Lebens, dass die Schienen noch nicht den Geist aufgegeben haben und dass der Zug wenigstens einigermaßen modern aussah. So tuckerte er langsam Richtung Hauptbahnhof. Wenigstens etwas was klappte. Endlich am Hauptbahnhof angekommen, war ich erstmal 30 Minuten zu früh dran und speiste noch kurz beim großen Hackfleisch-und-Brot-König, damit ich zumindest erstmal was im Magen hatte. Im Hotel hatte ich ja iwie das Frühstück verpennt. xD 2 Kippen später, stand ich dann am richtigen Gleis und wartete auf meinen NRW-Express. Jippy yay. Ich wollte doch schon immer mal im NRW-Express fahren.
Egal, der Zug fuhr sogar einigermaßen pünktlich, was ich eigentlich nicht gewöhnt war, denn es war de fakto ja nur ein RE mit Marketingnamen und unsere DB hat das mit dem Thema Pünktlichkeit ja noch nie geglänzt. Was solls, der Zug kam pünktlich und ich stieg in den doch relativ vollen Wagen ein. Dass der RE voll war, lag nicht zuletzt daran, dass auch in NRW Ferien waren und jeder irgendwo hin wollte. Ich ergatterte glücklicherweise doch einen Platz und fuhr also Richtung Dortmund, wo ein gewisser Kusanagi mit einem militärischen Titel auf mich warten würde. Indes im Zug schrieb ich einen der Blogartikel. Welcher das genau war, weiß ich nicht mehr, aber is auch nebensächlich. Nach geschätzten 1 1/2 Stunden Reisezeit kam ich auch in Dortmund an und wurde von einem netten Herren mit schwarzen Haaren begrüßt. Dieser nannte sich MajorKusanagi und war über den Besuch aus dem Osten sichtlich überrascht. Dennoch kamen wir ins Gespräch. Wir bewegten uns vom Gleis weg, hin zum Restaurant zum güldenen M. Dort angekommen holte sich Major erstmal ein paar Burger und ich aß den Rest von meinem Burger King-Besuch in Köln. So kalte und pappige BK-Burger sind doch die Freude eines jeden Gourmet-Gaumens.
Nachdem essen und einem ersten “Beschnuppern” begaben wir uns langsam auf den Weg in Richtung der Wohnung des Majors. Unterwegs in der rustikal anmutenden Straßenbahn (oder wars ne U-Bahn?) unterhielt wir uns weiter. Vorallem über unser beider Lieblingsboard und andere komische Sachen. Gott und die Welt eben. Später an diesem Tag kamen wir auch irgendwann an und ich betrat das Reich des Pornoliebhabers. Merkwürdigerweise entdeckte ich keine einzige DVD. Das mag dem geschuldet sein, dass ich auch net gründlich gesucht habe. Wie dem auch sei, nach weiteren Gesprächen rief Major (s)eine Freundin an und quatschte mit ihr. Nach einiger Rum-Alberei mit ihr, drückte er mir das Telefon in die Hand und eine sexy Stimme fing mich ein. Allerdings war ich noch zu geschockt, um wirklich frei zu reden. Egal, sie verabredeten sich für den nächsten Tag und ich war gespannt auf ihr Äusserliches. Denn wie ich später feststellen durfte — damit greif ich mal etwas vor — wurden ihr die Fotos nicht gerecht.
Wenig später am Abend gingen wir noch zusammen in ein Irish Pub in der Dortmunder Innenstadt. Das Ambiente war toll. Die Stadt leider nicht so. Zu leer, zu alt und vorallem zu klein. Das Leer-Sein könnte auch dem Wochentag geschuldet gewesen sein.
Naja egal, die Stimmung hat jedenfalls gepasst. So tranken wir etwas, unterhielten uns weiter angeregt. Diesmal über die verschiedenen Whisky-Sorten. Ich bin Whisky-Liebhaber und daher bot sich das als Thema ja an. Nach einigen Verkostungen und ein paar irischen Bier, verzogen wir uns wieder zu Major, da es doch reichlich spät wurde und ich natürlich auch ein wenig geschafft war. Dort angekommen, gingen wir fast unverzüglich zu Bett. Ich konnte den nächsten Tag kaum erwarten…